Kennel Gordon Setter


 
 
Der Gordon-Setter, ein Gentleman der Extra-Klasse! Selbstbewusst und würdevoll. Er ist nicht nur wegen seines bestechend schönen Aussehens ein Traum. Er bezaubert durch seine edlen Charaktereigenschaften.

Im Jahre 1800 wurde mit der Zucht dieser schwarzen seidenglänzenden Hunde auf Gordon-Castle, Schottland begonnen. Fest steht, dass der Herzog von Gordon in Banffshire Schottland, mit der Herauszüchtung dieser jüngsten Setterrasse Anfang d. v. Jh. begann, weil er für die Jagd in dem durch Moore und Felsen schwierigen Gelände seiner Heimat einen robusten, kraftvollen Hund benötigte, der weniger schnell, doch dafür vielseitiger als seine beiden Vettern und auch für die Schweißarbeit geeignet sein sollte. Wegen ihrer großartigen Leistungen auf der Nachsuche (nach krankem, geschossenen Wild), sind sie auch heute noch bei den Jägern sehr geschätzt.
Graf Alexander soll für sein Zuchtprogramm auf Gordon-Castle auch eine Schottische Colliehündin namens MADDY verwendet haben. Ebenso wird vermutet, dass der Gordon-Setter auch einen Spritzer Bloodhound-Blut mitbekommen hat, worauf sein kräftiges Gebäude, sein starker Knochenbau sowie der schwere Kopf und die tiefe Belefzung zurückgeführt werden wie auch seine besondere Eignung für Nachsuchen im praktischen Jagdgebrauch. Ein gewisser Lord Rosslyn soll solche Kreuzungen durchgeführt haben, um die Feinnasigkeit der Rasse zu erhöhen. Außerdem soll gelegentlich mit Pointern gekreuzt worden sein, die ja als Rasse noch viel älter sind als die Setter, was seine sehr schöne Haltung beim Vorstehen wie die Sukundierveranlagung gefestigt haben mag. Der Setter selbst wird schon im 16. Jahrhundert erwähnt. Im Buch von Dr. Johannes Caius „De Canibus Britannicus“ 1570 wurde es in lateinischer Sprache publiziert. Die Gründung des ersten englischen Gordon-Setter-Clubs erfolgte im Jahre 1890. Nach Deutschland gelangten die ersten Gordon-Setter etwa um die Jahrhundertwende. Der Gordon zeichnet sich durch ein äußerst sanftes und gutmütiges, anhängliches, anschmiegsames und menschenbezogenes Naturell sowie starkes Bewegungsbedürfnis aus.
Von allen 3 Setterrassen ist er aber der ruhigste und ausgeglichenste. Würdevoll und souverän in seinem Auftreten, kaum wild und ungestüm oder gar nervös wie manche seiner irischen Verwandten.
Fremden gegenüber neigt er zur Zurückhaltung. Er braucht viel Menschenkontakt und persönliche Ansprache, sonst verkümmert er. Im Haus ist er ein ruhiger und angenehmer Hund von großer Anpassungsfähigkeit. 
Der Gordon ist sehr sozial, genießt das Zusammensein mit dem Menschen, seine außergewöhnliche Bindung und Liebe zu Kindern ist unübertroffen.
Der Welpe begreift schnell, was von ihm erwartet wird, doch er darf nie mit Härte erzogen werden, denn das macht ihn stur und lernunwillig.
Dennoch darf man nie außer Acht lassen, dass er im Grunde seines Wesens ein passionierter Vollblutjagdhund ist.

Gerühmt werden seine Ausdauer und sein Durchhaltevermögen beim jagdlichen Einsatz. Das kühle Nass ist das Element, was ihn magisch anzieht. Er schwimmt gern und gut und stürzt sich auch bei Kälte noch in die Fluten.
Er arbeitet bei der Jagd etwas langsamer und bedächtiger als seine Verwandten und sucht etwas weniger weit, dafür jedoch zäh und ausdauernd. Er apportiert sicher und gern. Das Vorstehen und „Setzen“ (Setter!) ist angeboren.

Das der Gordon gute Nerven haben muss, leuchtet ein, denn ein nervöser schreckhafter Hund taugt nicht für die Jagd.
Der Gordon befindet sich – auch nach Meinung vieler ausländischer Fachleute – in unserem Land auf hohem Niveau, was Schönheit und Leistungsvermögen anbelangt. Es darf nur mit Elterntieren gezüchtet werden, die eine jagdliche Prüfung bestanden haben und HD-frei sind.

Nur Gordon-Setter mit VDH – FCI – JGHV – Papieren entsprechen diesem Zuchtziel.

Seine Vielseitigkeit macht den Gordon auch für andere Aufgaben geeignet, bei denen er seine hervorragende Nasenveranlagung sinnvoll einsetzen kann und sein sanftes Wesen, z.B. als Fährtenhund, Rettungshund von Lawinen- oder Erdbebenopfern, sowie für therapeutische Aufgaben in Altenheimen, bei autistischen Kindern, Pflegeheimen und für psychisch Behinderte. Auch auf dem Agility-Platz, neben dem Fahrrad, als Reitbegleithund macht er eine ausgezeichnete Figur, dieses allerdings erst nach dem vollendeten 1. Lebensjahr, um die Gelenke im Wachstum nicht zu überlasten.
Wer einen anhänglichen und vielseitigen Hund sucht, ist mit einem Gordon-Setter stets gut beraten.